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Pilgern zum heiligen Jakobus von der Schwäbischen Alb zum Bodensee Der Jakobsweg ist in den letzten Jahren zu einem der bedeutendsten touristischen Wege in Europa geworden. Er verbindet Natur, Kultur, Geschichte und Religion auf der Wanderung in Richtung des Grabes des Apostels Jakobus im nordwestspanischen Santiago de Compostella. Die im Mittelalter größte Wallfahrt der Christenheit erfährt seit den 60-er Jahren und nachdem der Europarat den Weg zur ersten Kulturstraße Europas ernannt hatte ein Comeback. Die Motive für Wanderer auf dem Jakobsweg sind sehr vielfältig. Sie reichen von der sportlichen Herausforderung über kulturelle Motive und die Begegnung mit Menschen bis zu dem Wunsch, zur Ruhe und Besinnung zu kommen oder dem "Beten mit den Füßen".
Je weiter man vom Zielort Santiago entfernt ist, umso zahlreicher, verschlungener und verborgener sind die Jakobswege. Zu deren Rekonstruktion bedarf es eines genauen Hinauschauens in
- Kirchen
- Klöstern
- Kapellen
- Stiften und
- Herbergen
um Hinweise auf den Jakobskult zu entdecken. Auch in Süddeutschland bzw. auf der Zollernalb verläuft ein Netz von historische Pilgerrouten.
Eine bereits seit einigen Jahren beschriebene Pilgerroute verläuft von Tübingen über Hechingen und Balingen in Richtung Rottweil. Abzweigend von dieser Strecke wurden aktuell zwei weitere Routen mit der Jakobsmuschel, dem Zeichen der Jakobspilger, ausgeschildert:
Die erste Route führt über den Anstieg des Albtraufs von Balingen über Nusplingen nach Beuron. Der zweite Pilgerweg führt von der Hohenzollernstadt Hechingen durch romantische Täler und über Burladingen, Veringendorf, Sigmaringen und Meßkirch nach Pfullendorf. Beide Zweige treffen sich in Meßkirch. Von Meßkirch bzw. dem Kloster Wald führen beide Routen in Richtung der Bischofsstadt Konstanz, die historischer Sammlungs- und Aufbruchsort vieler süddeutscher Pilger war.
Viele historisch bedeutende Pilgerstationen liegen am Wegesrand durch eine der schönsten und ursprünglichsten Naturlandschaften Süddeutschlands. Besondere Höhepunkte sind beispielsweise die alte Friedhofskirche St. Peter und Paul in Nusplingen, mit dem heiligen Jakobus im Kreis der Apostel auf der Predella und einer Inschrift an der Südwand "S IACOVS MAIOR" oder das Kloster Beuron mit der Erzabtei St. Martin im reizvollen Donautal mit der Erzabtei St. Martin. Beeindruckend sind auch die zahlreichen Hinweise auf den Jakobskult im Killertal (Hechingen, Jungingen, Killer).
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Weitere Informationen: www.jakobuswege-schwarzwald-alb.de
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