1999 als Narrengemeinschaft gegründet, sind die Weilheimer Hutzlabäuch seit 2004 ein eingetragener Fasnetsverein.
Weilheimer werden oft als „Hutzlabäuch“ bezeichnet, ein Spitzname, der auf ihre Vorliebe für Dörrobst, insbesondere getrocknete Birnen, zurückgeht. Dieser Brauch entstand um 1850, als in Weilheim eine Dörreinrichtung zur Verfügung stand, die von den Einwohnern intensiv genutzt wurde.
Die Weilheimer waren so bekannt für ihr Dörrobst, dass man sie oft mit Hutzeln (gedörrten Birnen) in den Taschen antraf. Gedörrt wurden vor allem Birnen, Zwetschgen und Äpfel, zuerst in Wohnhäusern und dem Rathaus, bis 1972 ein eigenes Dörrhäusle genutzt wurde. Obwohl das Dörrhäusle inzwischen abgerissen wurde, ist der Übername „Hutzlabäuch“ bis heute geblieben.
Das Häs der Weilheimer Hutzlabäuch-Figur stellt einen Birnbaum im Herbst dar. Das Oberteil besteht aus Stoffblättern, die Hose symbolisiert den Baumstamm. Die aus Lindenholz geschnitzte Maske zeigt eine getrocknete Birne (Hutzel), die wiederum eine getrocknete Zwetschge im Mund hat. Dazu werden schwarze Handschuhe und optional eine Umhängetasche, ein Jutesack mit Laub, ein Obstpflücker oder eine Ratsche getragen.
Weilheimer Hutzlabäuch e.V.
Weinbergstraße 5
72379 Hechingen