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Tipp Stadtrundgang

Hechingen für Preußen-Fans

Schwierigkeit Leicht
Länge 5.9 km Dauer 02:15 h
Aufstieg 36 m Abstieg 341 m
Höchster Punkt 825 m Niedrigster Punkt 520 m
Preußen mitten in Schwaben! Man muss nicht extra nach Berlin fahren, um preußische Geschichte zu erleben.
Eigenschaften Streckentour, Einkehrmöglichkeit, kulturell / historisch
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
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  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Wegbeschreibung

Wir starten unsere Preußen-Tour mit dem Besuch der Burg Hohenzollern, dem weltberühmten Wahrzeichen Hechingens. Mit dem 1867 durch König Wilhelm I. eingeweihten Neubau der Burg schufen sich die preußischen Vettern der schwäbischen Hohenzollernfürsten ein "nationaldynastisches Denkmal". Bei der Führung durch die herrlichen Räume der Burg erfahren wir viel über die preußische Geschichte und bekommen einzigartige Stücke zu sehen: z. B. die preußische Königskrone von 1889 oder die Tabaksdose, die einst Friedrich dem Großen das Leben rettete.


Ganz nebenbei bietet die Burg unvergleichbar schöne Aussichten auf die Zollernalb und das Vorland. Von der Burg geht es direkt hinab in die ehemalige Residenzstadt Hechingen. Die Stadt und das kleine Fürstentum Hohenzollern-Hechingen sind schon 1849/50 preußisch geworden, als Fürst Friedrich Wilhelm Constantin im Zuge der Revolution 1848/49 sein Fürstentum an die stammverwandten Preußen abgab.

In der Hechinger Oberstadt schauen wir uns zunächst die Villa Eugenia an. Herrlich gelegen inmitten des Fürstenparks. Nachdem König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1851 auf der Burg Hohenzollern, den Huldigungseid seiner neuen Untertanen entgegennahm, wurde in der Villa Eugenia ausgiebig getafelt. In dem früheren Wohnsitz des letzten regierenden Hechinger Fürstenpaares nahm Friedrich Wilhelm IV. auch Logie.

Gegenüber dem Fürstenpark setzen wir unsere Preußen-Tour fort und gelangen zur Johannes-Kirche, der ersten evangelischen Kirche Hohenzollerns. Sie wurde von König Friedrich Wilhelm IV. beauftragt und 1857 eingeweiht. Kaiser Wilhelm I. schenkte der Kirche 1873 einen Altaraufsatz, in dem das kaiserlich-hohenzollerische Wappen zu sehen ist. Wir gehen die Zollernstraße stadtauswärts und machen
einen Abstecher in das „Zylinderviertel” links der Straße. Hier bauten preußische Beamte und Industrielle ihre Villen. In der Fürstenstraße 16 sehen wir eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass hier am 20. Juli 1951 der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches, Wilhelm von Preußen starb.

Die Preußen bauten nicht nur architektonisch interessante Verwaltungs- und Schulgebäude wie z.B. das Gymnasium und das Landgericht – beide sind in der Heiligkreuzstraße zu sehen – sie brachten durch gezielte Wirtschaftsförderung auch die Industrialisierung nach Hechingen. Hauptsächlich jüdische Textilunternehmer verhalfen dem Städtchen zu Beschäftigung und Wohlstand. Die große jüdische Gemeinde hatte ihr geistiges Zentrum in der Goldschmiedstraße.

Letzte Station unserer Hechinger Preußen-Tour ist deshalb die „Alte Synagoge”. Sie wurde detailgetreu restauriert und zeigt auf der Empore eine sehenswerte Ausstellung zur Geschichte des jüdischen Hechingens.

Startpunkt Burg Hohenzollern

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