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Waldbaden – Eintauchen in die Wälder der Zollernalb

Freizeittipp 4: Stolze 43 Prozent Waldanteil kann die Zollernalb vorweisen. Eine Fläche von 39.900 Hektar ist bei uns bewaldet. Das ist wunderbar. Nicht nur für die Umwelt, durch den Wasser- und Bodenschutz. Oder zur nachhaltigen Erzeugung des wertvollen und schönen Rohstoffes Holz. Auch als Ort der Ruhe und Erholung ist der Wald für uns sehr wichtig. 

Wald

Das haben die Japaner schon früh erkannt und mit Hilfe wissenschaftlicher Studien zwischenzeitlich aufgezeigt, dass ein Aufenthalt im Wald wie eine Aromatherapie auf unseren Organismus wirkt (Quelle: "Effect of forest environment on human immune function" (Qing Li)). "Shinrin Yoku", das man mit "Waldbaden" übersetzen kann, hat sich in Japan zu einer anerkannten Stress-Management-Methode entwickelt, die vom japanischen Gesundheitswesen gefördert und unter dem Namen "Waldmedizin" als eigene wissenschaftliche Disziplin an Universitäten gelehrt und erforscht wird.

Durch das Einatmen der ätherischen Öle, die die Bäume in die Luft abgeben, wird das Immunsystem gestärkt. Die in der Waldluft enthaltenen Botenstoffe, die Terpene, bringen unseren Körper dazu, verstärkt sogenannte Killerzellen zu produzieren, die Krebszellen aufspüren und bei der Bekämpfung von Tumoren helfen können.

In Kombination mit Bewegung, im Idealfall sogar mit Meditations- und Achtsamkeitsübungen, kann der Körper im Wald gut runterschalten. Angstzustände, Depressionen oder Wut werden gemindert, Stresshormone abgebaut. Dabei sind keine sportlichen Anstrengungen gefragt, ein gemütlicher Spaziergang genügt.

Ein Ausflug ins Grüne, egal ob Wald oder Wiese, ist nicht nur gesund. Er macht auch glücklich: Wer laut einer Studie im Fachmagazin "Nature" mindestens zwei Stunden pro Woche in der Natur verbringt, lebt ausgeglichener und zufriedener.

Beim Waldbaden, wie auch bei allen anderen Auszeiten in der Natur, sollte aber gelten: Erleben anstatt denken. Sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Handy ausschalten. To-Do Listen aus dem Kopf verbannen. Auf seine Atmung fokussieren. Erholungspausen einlegen. Und natürlich Rücksicht auf die Tiere nehmen.

Wer sich bei seiner ersten Waldbaden-Erfahrung eine professionelle Anleitung wünscht, kann die Entspannungspädagogin Silke Schmocker aus Haigerloch-Owingen buchen, die dazu sowohl Gruppen- als auch Einzelkurse anbietet.